Derzeit leben rund 450.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen in österreichischen privaten Haushalten. Der demografische Wandel und die stetig ansteigende durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung bewirkt dabei gleichzeitig die Notwendigkeit eines wachsenden Pflegemarktes, um dem Bedarf an Pflege- und Betreuungsleistungen gerecht zu werden.

Die immer größer werdende Nachfrage an 24-Stunden Betreuungsleistungen von nicht-familienangehörigen Pflegekräften, stellt das Land und die inländischen Pflegedienste vor eine große Herausforderung.

Belastung für Pflegepatienten und Angehörige

Um die pflegebedürftige Person nicht zusätzlichem Stress auszusetzen, ist die Pflege zu Hause in gewohnter Umgebung oft die einzige Möglichkeit, um einem die Pflegeleistung zu geben, die benötigt wird. Dabei sollen ein würdevoller Umgang und das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen im Vordergrund stehen. Pflege durch qualifizierte und liebevolle Pfleger und Pflegerinnen ist daher meist die einzige Möglichkeit, Angehörige und Pflegepatient optimal zu unterstützen und zu betreuen.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2007 wurden als erster wichtiger Schritt die Rahmenbedingungen für eine leistbare, qualitätsgesicherte 24-Stunden-Betreuung auf legaler Basis geschaffen und gleichzeitig auf Initiative des Sozialministeriums auch ein entsprechendes Fördermodell entwickelt.

Auch die Qualität der Betreuungsleistungen sicher zu stellen, war und ist ein wichtiges Anliegen. So wurden mit Beginn des Jahres 2009 Qualitätskriterien festgelegt, die die Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung bilden. Damit verbunden ist auch eine Qualitätskontrolle der Betreuungsleistungen durch Hausbesuche von diplomiertem Pflegepersonal bei den betroffenen Menschen.

Pflege in Österreich stellt somit einen wachsenden und qualitätsgesicherten Markt dar, der im Sinne der Pflegepatienten und Angehörigen unbedingt versorgt werden muss.


Quelle:
BM f. Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 24-Stunden-Betreuung, 10. Auflage; WKO, Vortrag 27.05.2013

 

 

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